StartseiteAktuelles

Die Bärlauch-Saison startet

Foto: Vera Hickethier
×
Foto: Vera Hickethier

Sobald die ersten Sonnenstrahlen den Waldboden kitzeln, sprießen die grünen Blätter mit Knoblaucharoma aus der Erde. Und dann ist es auch Zeit für leckere Bärlauch-Rezepte.

Der Bärlauch ist ein heimischer Frühblüher, der schon bei kalten Temperaturen keimen kann.Er wird auch "wilder Knoblauch" "oder "Hexenzwiebel"genannt. Es werden die Blätter und nicht die Knollen geerntet.

Wichtige Tipps vorweg:

  • Wer Bärlauch selber sammeln möchte, sollte aufpassen und nicht mit dem giftigen Maiglöckchen verwechseln! (Mehr Infos)
  • Das meiste Aroma steckt in den Blättern, solange der Bärlauch nicht blüht. Je nach Region und Wetterlage schmecken Bärlauch-Gerichte daher nur bis Ende April, spätestens Ende Mai.
  • Wer außerhalb der Bärlauch-Saison Gerichte mit dem wilden Knoblauch essen will, kann das Wildgemüse gut konservieren, am besten einfrieren.


Bärlauch in der Natur ernten:

Bärenlauch wird in manchen Regionen (zum Beispiel Brandenburg oder Hamburg) auf der Roten Liste als „vom Aussterben bedroht“ geführt. Auch in Bremen und Schleswig-Holstein ist er gefährdet. Generell solltest du darauf achten, ihn nicht in Naturschutzgebieten zu ernten, es sei denn, die dortige Schutzverordnung lässt dies zu.

Auch außerhalb von Naturschutzgebieten genießt Bärlauch einen gewissen Schutz, der es verbietet, ihn für mehr als seinen geringen Eigenbedarf zu sammeln. Für das gelegentliche Bärlauchsüppchen ist die wilde Ernte von Bärlauch außerhalb von Naturschutzgebieten in Ordnung. Wer sich jedoch einen großen Vorrat anlegen möchte, sollte auf angebauten Bärlauch aus dem Handel ausweichen oder ihn im Garten selber anbauen.


1. Grundrezept: Bärlauchpaste

Für ein kleines Glas brauchst du:

  • 150 g Bärlauchblätter
  • 3 Esslöffel Olivenöl
  • ½ Teelöffel Salz

Öl und Salz konservieren den Bärenlauch und sein Aroma für mehrere Monate, wenn du die Paste gut verschlossen und kühl und dunkel aufbewahrst. Weitere Rezept-Variationen, wie Bärlauch-Pesto basieren auf dieser Grundlage.

2. Grundrezept: Bärlauchöl

Du benötigst:

  • 100 g frische Bärlauchblätter
  • 500 g Olivenöl
  • weites Schraubglas

Bärlauchblätter waschen und trocken tupfen. Blätter grob schneiden und in ein verschließbares, gereinigtes Glas füllen. Mit dem Olivenöl aufgießen und solange schwenken, bis die Blätter vollständig im Öl schwimmenEtwa zwei bis drei Wochen an einem dunklen kühlen Ort ziehen lassen. Danach durch ein Sieb filtern und das Öl in eine Flasche füllen.


3. Grundrezept: Bärlauchsalz

Man benötigt nur zwei Zutaten!

  • 500 g grobes Meersalz
  • 100 g Bärlauch

Den Bärlauch gründlich waschen und trocknen und in kleine Stücke schneiden. Anschliessend gibt man ihn in einen Mixer/Zerkleinerer, um den Bärlauch zu einer Paste zu zermahlen. Dann die Bärlauchpaste mit dem Salz vermengen, auf einem Backpapier ausbreiten und bei etwa 50-60 Grad Celsius das Bärlauch-Salz für etwa 3-4 Stunden im Backofen trocknen lassen.


Viel Spaß beim Kochen und Genießen!

Euer Zukunftsgärtner(n)-Team




Mitglied werden!
Werde aktiv für Mensch und Natur!

Hier geht's zu unserem Spenden-Shop.